Mehr Eigenverantwortung für ihre Ausbildung übernehmen Auszubildende bei der SCHORISCH Gruppe in Karstädt und Hamburg.

Foto: SCHORISCH

SCHORISCH Wiki: Junge Leute übernehmen mehr Eigenverantwortung / Experten begleiten Pilotprojekt

Karstädt (k-w). Aus- und Weiterbildung im Mittelstand sollen nicht nur effektiver, sondern auch gewinnbringender für beide Seiten werden. Deshalb übernehmen Auszubildende der SCHORISCH Gruppe bei einem Pilotprojekt mehr Eigenverantwortung, in dem sie ihren Ausbildungsweg aktiv mitgestalten.

Die jungen Leute schöpfen dafür unter anderem aus dem unternehmenseigenen Wissenspool „SCHORISCH Wiki“, in den sie sich selbst einbringen. Partner sind das Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) Prignitz, vertreten durch Geschäftsführer Christian Fenske, das gemeinsam mit Studierenden der Technischen Hochschule Brandenburg technische Werkzeuge für die  Personalplanung entwickeln möchte, die Gesellschaft zur Förderung von Bildungsforschung und Qualifizierung (GEBIFO) mit ihrem geschäftsführenden Gesellschafter Peter Albrecht sowie Nicole Goerke von Goerke bildunXconsult, Expertin für berufliche und betriebliche Bildung, die das Projekt im Betrieb begleitet.

„Unser Ziel ist, die Aus- und Weiterbildung in unseren Kompetenzzentren Stahlbau in Karstädt und Elektronik in Hamburg so zu strukturieren, dass Qualität und Nachhaltigkeit deutlich verbessert werden“, sagt Vorstand Kirsten Schönharting, denn Ausbildung sei der Schlüssel für den Erfolg von morgen. „Ein modernes Unternehmen muss Ausbildung spannend gestalten“, ist Brandenburgs Unternehmerin des Landes 2020 überzeugt, um allein schon dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Ohnehin hätten viele Unternehmen aufgrund der Digitalisierung Nachholbedarf bei der strukturierten Weiterbildungsplanung und deren Umsetzung. Wissensvermittlung sei eine wichtige Kompetenz in den Fachbereichen. Ausbildung und Weiterbildung gehörten untrennbar zusammen, damit sich das gesamte Team für die Herausforderungen von morgen weiterentwickeln könne.

„Uns allen ist klar, dass wir heutzutage die Ausbildungsprozesse ändern müssen, um die jungen Leute zu erreichen“, ist Nicole Goerke überzeugt. Das werde über unterschiedliche Instrumente realisiert.

„Mit der Neugestaltung der Aus- und Weiterbildung wollen wir unter anderem erreichen, dass sich die jungen Leute mehr mit ihrem Ausbildungsbetrieb und ihrem Werdegang auseinandersetzen, was zur stärkeren Bindung ans Unternehmen führt“, sagt SCHORISCH-Ausbildungsleiterin Julia Lanz, „die Azubis sollen sich dabei gegenseitig unterstützen.“ Wichtiger Bestandteil des Konzepts sind die selbstgestalteten Dokumentationen über Ausbildungsstationen, von denen auch noch nachfolgende Generationen profitieren.“ Einer Sache ist sich Julia Lanz heute schon gewiss: „Die jungen Leute, die mit diesem digitalen Instrument ohnehin offensiver umgehen, sind begeistert von dieser Art der Kommunikation, denn sie ist sehr intuitiv.“

Ähnlich wie bei der Informationsplattform Wikipedia befindet sich bei SCHORISCH eine Wissensdatenbank im Aufbau, die ständig wächst und den Unternehmensalltag samt Arbeitsabläufe und Projekte digital dokumentiert. Das gilt auch für die Berufsausbildung. Die Plattform dient außerdem dazu, dass die Kolleginnen und Kollegen mehr Verständnis füreinander entwickeln und sich gegenseitig unterstützen.

„Die SCHORISCH Gruppe ist eine der wenigen mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die sich überhaupt strukturiert mit der Qualifizierungsplanung ihres Personals beschäftigt“, betont Christian Fenske, „dadurch übernimmt sie mal wieder eine Vorreiterrolle, mit der sich das Qualitätsniveau des Teams sicher weiter stärken lässt.“

Letztendlich soll die Erfahrung aus diesem Pilotprojekt auch dazu dienen, kleinere Unternehmen zu befähigen, ihre Personalplanung strukturierter als bislang anzugehen, um durch höhere Aus- und Weiterbildungsqualität neue Märkte erschließen zu können. Denn die Digitalisierung der Ausbildungsprozesse eröffne völlig neue Möglichkeiten. Langfristig lassen sich übertragbare Strukturen für andere Regionen aus diesem Pilotprojekt entwickeln, ist Fenske überzeugt.

Infos zur Unternehmensgruppe: www.schorisch-gruppe.de.

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Das SCHORISCH Kompetenzzentrum Stahlbau

Der Stahlwasserbau gehört wie der Stahl- und Anlagenbau zu den Kerngeschäften von SCHORISCH im brandenburgischen Karstädt. Spezialitäten des Traditionsunternehmens sind die Sanierung historischer Stahlkonstruktionen wie Brücken oder Wehre sowie die Antriebstechnik.

Neue Technologien und innovative Fertigungsverfahren bis hin zur Digitalisierung kompletter Arbeitsprozesse im Stahlbau prägen heute die Ingenieurskunst und das Handwerk, gepaart mit modernster Schweißtechnik. Aufträge in Konstruktion und Engineering sowie als Generalunternehmer führt das 100-köpfige Team aus Ingenieuren, Stahlbauern und Schweißern bis an die norddeutschen Küsten, in den süddeutschen Raum, aber auch ins angrenzende Ausland.

Auf einer Fertigungsfläche von 6.000 Quadratmeter können selbst größere Projekte mit hohem Platzbedarf im SCHORISCH Kompetenzzentrum Stahlbau problemlos gestemmt werden.

Geschäftsführer sind Kirsten Schönharting und Detlef Möhr.

Weitere Infos im Internet unter:www.schorisch-stahlbau.de.

Pressekontakt: pr-agentur klein-wiele, Werner Klein-Wiele, Telefon 07486-45460, mail: agentur@klein-wiele.de